Manche Erlebnisse hinterlassen Spuren. Nicht nur in unserer Erinnerung, sondern manchmal auch im Körper.
Gerade beim Thema chronische Entzündungen taucht deshalb eine spannende Frage auf. Könnte es sein, dass solche Prozesse im Körper manchmal ganz andere Hintergründe haben, als wir vermuten?
Ein Interview mit David Overbeck (Entwickler des Cell-Re-Active Trainings) im Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24 greift genau diesen Gedanken auf und lädt dazu ein, vertraute Denkweisen einmal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Chronische Entzündungen einmal aus einer anderen Perspektive betrachten
Wenn Menschen über chronische Entzündungen sprechen, richtet sich der Blick häufig direkt auf den Bereich im Körper, der betroffen ist. Dort, wo etwas sichtbar oder spürbar ist.
Doch was wäre, wenn dieser Bereich gar nicht die eigentliche Ursache ist?
Im Interview bringt David Overbeck dazu ein einfaches Beispiel. Stell dir vor, ein Heizkörper in deiner Wohnung wird ständig zu heiß. Man könnte versuchen, ihn immer wieder abzukühlen. Doch eigentlich würde man sich eine andere Frage stellen: Warum wird er überhaupt so heiß?
Vielleicht liegt die Ursache gar nicht im Heizkörper selbst, sondern im Thermostat oder in der Einstellung der Heizungsanlage?
Überträgt man dieses Bild auf den Körper, entsteht eine interessante Überlegung: Könnte es sein, dass manche Entzündungsprozesse eher eine Reaktion auf andere Veränderungen im System sind?
Der Körper reguliert viele Prozesse automatisch
Der menschliche Körper besitzt eine erstaunliche Fähigkeit zur Selbstregulation. Viele Abläufe laufen vollkommen automatisch ab. Wenn du draußen in der Kälte bist, beginnt dein Körper Wärme zu erzeugen. Wenn du dich bewegst, passen sich Atmung und Herzfrequenz an. Wenn du dich ausruhst, verändern sich wiederum andere Prozesse. Der Körper versucht ständig, ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Genau deshalb stellt sich eine spannende Frage: Wenn ein Bereich im Körper dauerhaft entzündliche Reaktionen zeigt, warum reguliert sich dieser Zustand nicht einfach wieder von selbst?
Im Gespräch auf QS24 wird dazu ein Gedanke formuliert, der zum Nachdenken anregt. Vielleicht lohnt es sich, nicht nur auf den sichtbaren Bereich zu schauen, sondern auf die Zusammenarbeit der Zellen im gesamten Organismus.
Wenn Zellen nicht mehr optimal zusammenarbeiten
Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen. Jede einzelne erfüllt bestimmte Aufgaben und steht gleichzeitig im Austausch mit vielen anderen Zellen. Dieses Zusammenspiel ist entscheidend. Im Interview beschreibt David Overbeck einen Vergleich, der das verständlich macht. Wenn in einem Team ein Mitarbeiter seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllt, reagieren die anderen darauf. Sie übernehmen zusätzliche Aufgaben oder versuchen, die Situation auszugleichen.
Ähnlich könnte es im Körper sein. Manche Zellen reagieren stärker, weil andere ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr vollständig erfüllen.
Was chronische Entzündungen über den Zustand des Körpers verraten können
Wenn über chronische Entzündungen gesprochen wird, richtet sich der Blick häufig direkt auf den Bereich im Körper, der betroffen ist. Doch manche Experten stellen eine andere Frage: Könnte eine solche Reaktion auch ein Hinweis darauf sein, dass an anderer Stelle im Körper Prozesse aus dem Gleichgewicht geraten sind? Dieser Perspektivwechsel verändert die Betrachtung deutlich. Statt nur auf einen einzelnen Bereich zu schauen, richtet sich der Blick stärker auf die Zusammenarbeit der Zellen im gesamten Organismus.
Energieverteilung im Körper verstehen
Ein weiterer Gedanke aus dem Interview betrifft die Energieverteilung im Körper. Viele Prozesse, die mit Energieproduktion und Wärme zusammenhängen, finden im Organsystem statt. Muskeln und Sehnen sind dagegen vor allem für Bewegung und Stabilität verantwortlich. Wenn ein Bereich weniger Energie erhält als benötigt, kann der Körper versuchen, diese Situation auszugleichen. Manche Prozesse werden stärker aktiviert, um fehlende Energie zu kompensieren. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte und Wärme. Genau solche Veränderungen können später als entzündliche Prozesse wahrgenommen werden.
Emotionale Erlebnisse als Teil des Gesamtbildes
Emotionale Erfahrungen wirken nicht nur im Kopf. Sie können auch körperliche Prozesse beeinflussen.
Viele Redewendungen zeigen das deutlich. Man sagt zum Beispiel, etwas sei einem auf den Magen geschlagen oder jemand habe die Laus über die Leber laufen lassen.
Solche Formulierungen spiegeln wider, wie eng körperliche Wahrnehmung und emotionale Erfahrungen miteinander verbunden sein können. Im Interview wird dazu ein anschauliches Beispiel genannt. Ein Glas Wasser wirkt leicht, wenn man es nur für kurze Zeit in der Hand hält. Wenn man es jedoch über lange Zeit festhalten müsste, würde es immer schwerer werden. – Auch im Körper können kleine Veränderungen über längere Zeit größere Auswirkungen entwickeln.
Warum Training im Körper eine wichtige Rolle spielt
Viele Fähigkeiten unseres Körpers lassen sich trainieren. Muskeln werden stärker durch Bewegung. Konzentration verbessert sich durch Übung. Auch bestimmte Anpassungsreaktionen entwickeln sich durch wiederholte Impulse. Genau an diesem Punkt setzt das Cell-Re-Active Training an. Dabei wird zunächst beobachtet, welches Zellsystem im Körper aktuell das größte Trainingspotenzial zeigt.
Drei grundlegende Zellsysteme stehen dabei im Mittelpunkt:
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das Organsystem
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das Muskelsystem
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das Nervensystem
Über einfache Tests kann beobachtet werden, wie diese Systeme unter bestimmten Bedingungen reagieren. Daraus lässt sich ableiten, wo im Körper ein Trainingsimpuls sinnvoll sein könnte.
Das Ziel besteht darin, Zellen dabei zu unterstützen, wieder besser zusammenzuarbeiten.
Eine neue Perspektive auf chronische Entzündungen
Der menschliche Körper ist ein dynamisches System. Viele Zellen erneuern sich ständig. Die Haut zum Beispiel innerhalb weniger Wochen, andere Gewebe in längeren Zeiträumen. Diese Dynamik zeigt, wie aktiv unser Organismus daran arbeitet, sich zu erneuern und anzupassen. Der Ansatz, den David Overbeck im Interview beschreibt, lädt deshalb dazu ein, körperliche Prozesse aus einem erweiterten Blickwinkel zu betrachten. Statt ausschließlich auf einzelne Erscheinungen zu schauen, richtet sich der Blick stärker auf das Zusammenspiel im gesamten Körper.
Gerade beim Thema chronische Entzündungen kann diese Perspektive neue Fragen und neue Denkanstöße eröffnen. Manchmal beginnt Veränderung bereits damit, vertraute Zusammenhänge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Das Interview im Original ansehen
Das Gespräch mit David Overbeck auf QS24 bietet noch viele weitere spannende Gedanken zu diesem Thema. Besonders faszinierend ist, wie komplexe Zusammenhänge anhand einfacher Beispiele verständlich werden.
Wenn dich interessiert, warum manche Prozesse im Körper möglicherweise ganz anders entstehen, als man lange gedacht hat, lohnt sich ein Blick in das vollständige Interview.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit und sieh dir das Video im Original an. Vielleicht entdeckst du dabei Gedanken, die auch deinen Blick auf den Körper erweitern.
Neugierig geworden? Schau auf unserem YouTube Kanal vorbei, da gibt es noch mehr Interviews und Videobeiträge mit David Overbeck, dem Entwickler des Cell-Re-Active Trainings!
FAQ – Ein neuer Blick auf chronische Entzündungen
Was haben emotionale Erlebnisse mit chronischen Entzündungen zu tun?
Emotionale Belastungen können körperliche Prozesse beeinflussen. Im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen wird diskutiert, ob sie Teil eines größeren Regulationsgeschehens im Körper sind.
Warum regulieren sich chronische Entzündungen nicht einfach selbst?
Der Körper verfügt über Selbstregulationsmechanismen. Wenn chronische Entzündungen bestehen bleiben, könnte dies darauf hinweisen, dass im Zusammenspiel der Zellsysteme ein Ungleichgewicht vorliegt.
Kann CRT-Training Einfluss auf chronische Entzündungen haben?
Bestimmte Trainingsansätze wie das Cell-Re-Active Training zielen darauf ab, die Zusammenarbeit von Zellen zu unterstützen und Regulationsprozesse im Körper zu fördern.


