Als ganzheitlicher Therapeut kennst du den Moment, in dem ein Prozess trotz guter Beziehung, klarer Struktur und hoher Mitarbeit nicht so verläuft, wie du es erwarten würdest und du musst nun konstruktiv mit Rückschlägen umgehen. Dann meldet sich schnell eine innere Stimme, die drängt: Was fehlt noch, was muss ich ändern, was muss der Klient noch tun? Und gleichzeitig spürst du vielleicht, dass genau dieser Druck selten hilfreich ist, weder für dich noch für den Menschen vor dir.

 

Konstruktiv mit Rückschlägen umgehen bedeutet an dieser Stelle, eine funktionelle Frage vorzuschieben. Nicht was ist falsch, sondern was muss sich in diesem Menschen erst koordinieren, bevor sich der nächste Schritt zeigt. Entwicklung verläuft nicht wie ein gerader Strich. Sie verläuft in Phasen. Manchmal braucht es Aktivität und manchmal braucht es Ruhe. Und manchmal braucht es eine stille Neuabstimmung, die du nicht sofort mit Worten oder sichtbaren Zeichen belegen kannst.

 

Naturgesetze und die Logik von Entwicklung

 

Ein Gedanke aus dem Video von David Overbeck, dem Entwickler des Cell-Re-Active Trainings kann hier entlasten. Wir Menschen sind Natur. Damit unterliegen wir Naturgesetzen, egal ob wir etwas denken, etwas fühlen, eine Bewegung ausführen oder eine bestimmte Leistung erreichen wollen. Und das Entscheidende daran ist dieser einfache Kern: Alles wird aus Zellen bewirkt. Damit etwas möglich wird, müssen Zellen zusammenarbeiten.

 

Wenn also ein Ziel im Moment nicht erreichbar ist, kann es Sinn machen, den Prozess aus dem Blickwinkel dieser Zellfunktion zu betrachten. Nicht als medizinische Erklärung, sondern als klare, praktische Orientierung. Welche Zusammenarbeit wäre für den nächsten Schritt nötig? Und was könnte dazu führen, dass diese Zusammenarbeit gerade noch nicht stabil ist? Allein diese Verschiebung nimmt Schärfe aus dem Rückschlag. du musst nicht gegen etwas ankämpfen, sondern du kannst beobachten, was sich noch sortieren darf.

 

Zellkommunikation als ergänzende Ebene für Therapeuten

 
 

Viele Therapeuten arbeiten bereits systemisch, körperorientiert oder fokussiert auf Ressourcen, ohne es so zu nennen. Der Begriff Zellkommunikation taucht dabei manchmal eher am Rand auf. Im Cell-Re-Active Training wird er zum zentralen Blickwinkel. Es geht um die Frage, wie Zellen aufeinander reagieren, wie sich ein Organismus synchronisiert und wie sich diese Reaktionsfähigkeit wieder anregen lässt, wenn sie nicht mehr zuverlässig abrufbar ist.

 

Das Cell-Re-Active Training wird genau auf dieser Ebene eingesetzt. Es soll Zellen darin unterstützen, wieder miteinander zu reagieren und sich zu synchronisieren. Dieser Satz klingt schlicht. Und genau darin liegt seine Kraft. Er verschiebt die Aufmerksamkeit weg von Bewertung und hin zu Möglichkeit. Wenn ein Prozess stockt, ist das nicht automatisch ein Ende. Es ist häufig ein Signal: Die Koordination, die für den nächsten Schritt gebraucht wird, ist noch nicht da. „Noch nicht“ bedeutet nicht „nie“.

 

Für ganzheitliche Therapeuten, die das CRT-Training noch nicht kennen, ist das oft ein besonders hilfreicher Zugang. Denn du bekommst damit eine Darstellung für das, was du ohnehin beobachtest: dass Veränderung nicht nur von guten Impulsen abhängt, sondern auch davon, ob der Organismus gerade in der Lage ist, diese Impulse zu verarbeiten und in stimmige Zusammenarbeit umzusetzen.

 
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Rückschläge in der Praxis neu einordnen

 

Wenn du konstruktiv mit Rückschlägen umgehen willst, beginnt es oft mit deiner inneren Sprache. Statt zu denken, ein Fall funktioniert nicht, kannst du dich fragen, welche Fähigkeit als nächstes dran wäre. Welche Art von Zusammenarbeit müsste dafür im Organismus stabiler werden. Und wie kannst du den Klienten so begleiten, dass Druck abnimmt und Beobachtung zunimmt.

 

Im Video formuliert David Overbeck dazu einen weiteren wichtigen Punkt: Jeder Mensch bringt die Möglichkeiten mit. Jede Zelle hat eine bestimmte Fähigkeit. Und aus dem, was ein Mensch besser tun möchte, verrät er dir, welche Zellen besser zusammenarbeiten könnten. Das ist eine praktische Haltung, weil sie dich in Kontakt mit Entwicklung bringt. Du schaust weniger auf das, was fehlt, und mehr auf das, was wachsen will.

 

In der Praxis kann das heißen, dass du Gesprächen einen anderen Rahmen gibst. Du gibst dem Klienten nicht das Gefühl, er müsse etwas erzwingen. Du hilfst ihm, wahrzunehmen, was bereits da ist, und du machst sichtbar, dass ein Rückschlag nicht automatisch Rückschritt bedeutet. Manchmal ist es ein Übergang, in dem sich etwas neu sortiert. Gerade für Klienten, die schnell vorankommen wollen oder sich stark über Ergebnisse definieren, kann diese Einordnung enorm entlastend sein.

 

Warum dieser Blick besonders für ganzheitliche Therapeuten passt

 

Ganzheitliche Arbeit lebt davon, Kontext zu sehen. du betrachtest den Menschen nicht als Summe einzelner Teile, sondern als System. Genau hier fügt sich der Gedanke der Synchronisation stimmig ein. Er ist systemisch, aber nicht abstrakt. Er ist körpernah, aber nicht mechanisch. Er gibt dir Orientierung, ohne dich in Erklärungen zu verlieren, die am Ende nur zusätzlichen Druck erzeugen.

 

Wenn du das CRT-Training noch nicht kennst, kann es dir einen zusätzlichen Rahmen geben. Du bekommst eine nachvollziehbare Perspektive, warum scheinbar gleiche Ausgangslagen zu unterschiedlichen Verläufen führen können. Nicht, weil du etwas übersehen hast, sondern weil die innere Zusammenarbeit, die für den nächsten Schritt nötig ist, von Fall zu Fall unterschiedlich stabil ist.

 

Motivation bewahren, wenn du noch am Anfang stehst

 
 

Im Video wird eine sehr menschliche Frage gestellt: Was ist, wenn ich mich damit momentan noch gar nicht auskenne? Wie kann ich motiviert bleiben? Die Antwort liegt in der Stabilität des Prinzips. Naturgesetze gelten für alle Menschen identisch. Sich damit zu beschäftigen hilft dir, Möglichkeiten zu entdecken, die du bis jetzt vielleicht noch gar nicht gesehen hast.

 

Du musst dafür nicht alles auf einmal verstehen. Oft reicht ein erster Schritt: zuhören, beobachten, ausprobieren. Vielleicht merkst du, dass dich dieser Blickwinkel in schwierigen Fällen gelassener macht, weil du den Rückschlag nicht sofort als Stillstand interpretieren musst, sondern als Phase, in der Koordination entstehen darf.

 

Ein sanfter nächster Schritt

 

Wenn dich dieser Ansatz anspricht, dann geh einen ruhigen Schritt weiter. Schau dir unsere Webseite an und lies dich in die Grundlagen des Cell-Re-Active Training ein.

Wenn du mutig bist, such dir einen Cell-Re-Active Trainer, um für dich zu erleben, welche Möglichkeiten darin stecken, wenn du Kommunikation und Synchronisation auf Zellebene bewusst in den Blick nimmst.

 

Und wenn du lieber erst einmal zuhören möchtest, dann schau auch auf unserem YouTube Kanal vorbei, dort findest du weitere Impulse, die dir helfen können, diesen Denkansatz in deinen Praxisalltag einzuordnen!

 
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FAQ – mit Rückschlägen umgehen

 

Warum bleiben Therapieerfolge manchmal aus?

Weil Entwicklung nicht linear verläuft. Oft fehlt noch eine innere Koordination, damit der nächste Schritt möglich wird.

 

Wie kann man konstruktiv mit Rückschlägen umgehen?

Indem der Fokus von Bewertung auf Beobachtung wechselt: Was darf sich im Organismus noch sortieren?

 

Sind Rückschläge ein Zeichen für falsche Therapie?

Nein. Häufig sind sie Übergangsphasen, in denen sich neue Fähigkeiten vorbereiten.